Allergenkennzeichnung

Allergene?
Seit 13. Dezember 2014 wird in der Europäischen Union das Lebensmittelkennzeichnungsrecht durch die europäische Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) vereinheitlicht. Im Zuge dessen müssen Sie als Gastronom und/oder Hotelier künftig bei nicht vorverpackten Lebensmitteln (lose Ware) Ihre Gäste verpflichtend über allergene Zutaten und Stoffe (Allergene) informieren. Wie Sie Ihre Gäste zu informieren haben, regelt in Deutschland bis auf Weiteres insbesondere die Vorläufige Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung. Dank dieser nationalen Regelungen ist es nunmehr möglich, Ihren Gästen auf verschiedene Art und Weise die Informationen schriftlich sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch mündlich zukommen zu lassen. Zulässig ist es z. B., Ihren Gästen die Informationen auf Schildern, in der Speisekarte, einer „Kladde“ oder mit Hilfe moderner elektronischer Medien zur Verfügung zu stellen.

Wie Sie Ihre Gäste informieren, steht Ihnen damit teilweise frei; etwa im Hinblick auf die Wahl des Kommunikationsmittels für Ihre Informationen. Abhängig von den wirtschaftlichen, organisatorischen und räumlichen Gegebenheiten in Ihrem Betrieb, aber auch von Ihrem Speisenangebot sowie Ihren Bedürfnissen und Vorlieben als Gastronom, müssen Sie für sich und Ihren Betrieb entscheiden, auf welche konkrete Art und Weise Sie Ihre Gäste über Allergene informieren möchten.


WER muss informieren?
Informieren müssen alle Lebensmittelunternehmer auf allen Stufen der Lebensmittelkette, einschließlich gewerblicher Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung. Nach der europäischen Verordnung zählen dazu auch Restaurants, Kneipen, Imbisse, Cafés, Kantinen, Caterer, Hotels oder Pensionen.

Diese müssen ihren Kunden und Gästen verpflichtend Informationen über die in ihren Lebensmitteln verwendeten und/oder (noch) nach der Zubereitung vorhandenen Allergene zur Verfügung stellen. Erstmalig gilt damit die Information über Allergene auch für lose Ware, wie sie typischerweise in der Gastronomie serviert wird.

Als Unternehmer sind Sie grundsätzlich verantwortlich für das Vorhandensein und die Richtigkeit der Informationen über Ihre Speisen. Verantwortlich für die Informationen sind Sie nur dann, wenn Lebensmittel unter Ihrem Namen oder Ihrer
Firma Gästen bzw. Endverbrauchern angeboten werden.

Bieten also externe Lebensmittelunternehmer, z. B. im Rahmen eines Caterings, für Ihre Gäste erkennbar (Logo, Aushang etc.) unter dem Namen bzw. der Firma des Catering-Unternehmers Lebensmittel in Ihrem Betrieb an, sind die Informationen – statt durch Sie – verpflichtend durch den Catering-Unternehmer zur Verfügung zu stellen.

Das gleiche gilt für Sponsorings im Rahmen von Veranstaltungen. Dann ist der jeweilige Sponsor z. B. von Wein oder Eis zur Kennzeichnung verpflichtet.


WAS ist jetzt zu tun?

  • Jeder Betrieb sollte seine Mitarbeiter in Küche und Service ausführlich über die Bedeutung von Allergien und Unverträglichkeiten informieren und das DEHOGA-Plakat „14 Zutate und Stoffe, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können“ aushängen.
  • Wenn ein Gast zum Beispiel sagt, er sei allergisch auf Nüsse, muss jedem Mitarbeiter die Bedeutung dessen klar sein. Jedem Gast muss eine absolut sichere Auskunft gegeben werden. Sollten Mitarbeiter keine sichere Auskunft geben können,
    ist der Küchenchef zu kontaktieren.
  • Wir empfehlen den Betrieben, sämtliche allergene Zutaten zu identifizieren und schriftlich festzuhalten.
  • Legen Sie fest, wie Sie die verpflichtende Allergeninformation erfüllen wollen

 

info-Quelle: dehoga-bundesverband.de